Warum ich die Initiative Familien jetzt offiziell Querdenken zuordne

… und ihr das auch tun solltet

Die vergangenen Wochen haben neue Erkenntnisse zur Initiative Familien hervorgebracht, die über das Verhalten einzelner Mitglieder auf Twitter deutlich hinausgehen. Obwohl die Initiative Familien darüber informiert ist, hat diese bisher keinen Versuch unternommen, sich öffentlich zu erklären. Nach den zahlreichen Problemen der Vergangenheit: eigentlich eine Selbstverständlichkeit, sollte man meinen. Warum ich die Initiative Familien ab sofort als Gruppierung von Querdenken einordne und wieso es dafür längst Zeit ist. Ein Kommentar.

Logo der Initiative Familien via InitiativeFamilien.de. Bearbeitet von Gunnar Hamann, Ostprog.de.

Was ist Querdenken? Aus vorpandemischen Zeiten kennen wir es als „um die Ecke denken“. Kreative Lösungsansätze für Probleme finden, die zuvor nicht offensichtlich waren. Seit Corona kennen wir Querdenken aber auch als eine Sammelbewegung in der Verschwörungsideologie, Rechtsextremismus und Esoterik einen Platz hat, die vom deutschen Verfassungsschutz in Teilen seit April 2021 beobachtet wird.

Kennzeichen von Querdenken sind etwa der Glaube an Verschwörungsmythen, die Verbreitung von Falschinformationen – insbesondere zu Corona –, eine ideologische Nähe zum Sozialdarwinismus sowie Opfermythen.

Als die Initiative Familien im Februar an einem Webinar des Goldenen Aluhuts teilnahm, hat man ihr viel darüber erzählt. Auch über das Toleranz-Paradoxon. Bereits damals musste ich feststellen, dass weder die Initiative noch ihre Mitglieder aus dieser Veranstaltung etwas mitgenommen haben. Mittlerweile gehen Mitglieder der Initiative sogar weit darüber hinaus. Das darf nicht ohne Konsequenzen bleiben.

Die aktuellen Erkenntnisse

Toleranz für Impfgegnertum und Verschwörungsideologie?

Zwei aktuelle Fälle zeigen, weshalb die Initiative sich wohl bereits längst positioniert hat. Insbesondere weil eine kritische Selbstreflexion ausgeblieben ist. Anfang August veröffentlichte die Initiative einen Appell zum geplanten Infektionsschutzgesetz. Auf der relativ spärlichen Unterschriftenliste taucht der Name Dr. Axel Koch auf.

Koch war in der Vergangenheit auf Twitter unter Pseudonym im Austausch mit Mitgliedern der Initiative. Wie sich herausstellte, hat Koch in Bayern die Popularklage eines Vereins von Impfgegner:innen mit dem Namen Initiative Freie Impfentscheidung (IFI) gegen die Coronamaßnahmen geführt. Grundlage der Klage war zudem das Schreiben eines bekannten AfD-Gutachters, der während der Pandemie in einigen bekannte Querdenken zuzuordnenden Medien aktiv war, darunter auch dem Corona-Ausschuss.

IFI wurde auf Anregung der Ärzte für individuelle Impfentscheidung (ÄFI) gegründet. Gemeinsam unterstützten die beiden Vereine eine Verfassungsklage gegen die Masernimpfpflicht an Kitas, die vor wenigen Tagen vom Bundesverfassungsgericht negativ für die Klagenden beschieden wurde. Die Vorsitzende von IFI – Angelika Müllerschrieb in der Vergangenheit ein Buch, in dem sie Ebola als eine „erfundene Seuche“ bezeichnet.

ÄFI gehören auch dessen Gründer Martin Hirte sowie Steffen Rabe an. Rabe und Hirte sind in Kreisen von Querdenken keine Unbekannten. Hirte unterschrieb in der Vergangenheit bereits prominent einen offenen Brief der Initiative und empfiehlt auf seiner Homepage, sich dieser anzuschließen. Auch Steffen Rabe unterschrieb diesen Brief. Ein Hinweis dazu wurde von der Initiative ignoriert. Die Namen finden sich weiterhin auf der Seite.

All das schien Koch nicht zu stören oder er informierte sich zumindest nicht über die Hintergründe zur Initiative, für die er sich juristisch einsetzte. Und auch die Initiative Familien, bei der mindestens ein Mitglied anscheinend über die Popularklage in Kenntnis zu stehen schien, hatte mit dieser Offenheit zum Impfgegnertum, Rechtspopulismus und Verschwörungsmythen entweder kein Problem oder informierte sich nicht zu diesen Hintergründen.

Fakt ist, dass die Initiative sich auch wohlwollend für die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Masernimpfpflicht positioniert hat. Das ändert nichts an der nachweisbaren Einstellung von Mitgliedern und Unterstützer:innen der Initiative zu Impfungen von Kindern und Jugendlichen gegen Corona. Ebenso wie die Ablehnung niedrigschwelliger Impfangebote an Schulen durch die Initiative.

Es ändert auch nichts daran, dass sich auf der Unterschriftenliste ein Dr. Axel Koch findet. Eine Erklärung von Seiten der Initiative oder eine Distanzierung bleibt bislang aus, obwohl diese informiert ist. Der Artikel dazu ist hier nachzulesen.

Aktive Unterstützung für Querdenken
Mitglied von Initiative Familien toleriert Kooperation mit Querdenkerin. Auf Durchzug
Seit den ersten Beiträgen zur Initiative vom Oktober hat sich die Initiative gewandelt. Die Strategie bestand bislang daraus sich öffentlich zu entschuldigen und von Querdenken öffentlich als Sprechakt zu distanzieren. In der Realität sieht das leider anders aus. Titelbild des Beitrags "Auf Durchzug". Logo der Initiative Familien via InitiativeFamilien.de / Beabeitung und Montage durch Gunnar Hamann, Ostprog.de.

Aya Velázequez, Bastian Barucker und Jürgen Müller sind bekannte Personen aus dem teils direkten Umfeld von Querdenken, die wiederholt Falschinformationen zur Pandemie verbreitet haben. Umso bemerkenswerter, wenn Sabrina Loyda – Mitglied der Initiative Familien Berlin – in einer Vernetzungsgruppe dieser drei Personen auftaucht und dort Hinweise für Kooperationspartner gibt.

Diese tauchen letztlich dann nicht in der Unterstützungsliste der daraus entstandenen Initiative Kindeswohl auf, aber es zeigt doch eindrücklich, wie wenig der direkte Kontakt gescheut wird, sobald man sich unbeobachtet fühlt. Agnes Horvath – Initiative Familien Hessen – verbreitete den Aufruf der Initiative Kindeswohl sogar auf der Onlineplattform.

Dabei hatte die Initiative Familien zuvor berechtigte Vermutungen über eine Kooperation via Twitter versucht auszuräumen.

Sowohl Loyda als auch die Initiative wurden im Vorfeld von mir über die Erkenntnisse der Recherchen informiert. Auch hier fehlt erneute eine Distanzierung von Seiten der Initiative. Der Beitrag mit den Erkenntnissen findet sich hier.

Umgang mit berechtigter Kritik

Bereits in der Vergangenheit gab es Vorfälle, in denen sich Querdenken auf die Initiative berief. Diese distanzierte sich dabei auch in aller Regel von solchen Vereinnahmungen. Dies scheint mittlerweile nicht mehr länger der Fall oder – wie etwas in Bezug auf das Webinar beim Goldenen Aluhut – zum Feigenblatt zu verkommen.

Man kann es der Initiative nicht zum Vorwurf machen, nicht jede Person aus dem Umfeld von Querdenken zuzuordnen zu können. Eigentlich. Aber unter anderem auch aufgrund der Sensibilisierung durch den Goldenen Aluhut sollte eine genaue Prüfung mittlerweile zu erwarten sein.

Dazu muss man auch bedenken, wie die Initiative bisher mit Hinweisen diesbezüglich – die man eigentlich ernstnehmen sollte, wenn man sich von Querdenken abgrenzen möchte – umgegangen ist. Im Vorfeld einer Recherche stritt Zarah Abendschön-Sawall (Bundesvorstand Initiative Familien) ab, dass sie auf einen Auszug reagiert habe, in dem das Wort „Impfpropagandafilm“ fiel. Der Vorwurf an mich als Journalisten lautete, ich würde „schwurbeln“.

Abendschön-Sawall sprach später von „Verschwörungstheorien”, obwohl die entsprechenden Nachweise für alle einsehbar waren. Diese Art des Umgangs führte sie über den Monat November fort, indem sie mehrfach meine journalistische Befähigung in Frage stellte.

Dabei musste sich die Initiative in der Endkonsequenz öffentlich am 23. November entschuldigen. Stein des Anstoßes waren meine Recherchen, auf die man weder Bezug nimmt, noch diese zum Anlass nahm, um sich öffentlich bei mir für den Umgang zu entschuldigen.

Auch aktuell versucht sich Abendschön-Sawall an einer unzulässigen Verkürzung eines Threads von mir.

Der komplette Thread von mir – ohne Verzerrung der Tatsachen – ist hier einzusehen.

Ignoriert und als „Verschwörungstheorie“ tituliert wird vieles von Seiten der Initiative Familien. Dahinter steckt eine Strategie. Etwa als ich die Verbindungen von Mitgliedern der Initiative zur Querdenken zuzuordnendenKindertruppe“ auf Twitter darstellte. Eine „Verschwörungstheorie“, die sich in der Zwischenzeit immer mehr als zutreffend herausstellt.

Accounts wie der von Florian G. – der eine Webseite für die Initiative zum „Kidsfreedomday“ aufsetzte – sowie der von Axel Koch, waren nachweislich im Umfeld der Initiative aktiv, haben diese unterstützt und waren bis zur Enttarnung anonym unter dem Hashtag „Kindertruppe“ auf Twitter aktiv. An der Nähe zu Querdenken besteht dabei kaum ein Zweifel, insbesondere bei Florian G., der Online kein Problem im Umgang mit den radikalen Coronaleugner:innen von ElternStehenAuf zeigte.

Ein Account, der auch sehr hoch in der Gunst von Abendschön-Sawall und Horvath stand und mehrfach von der vermutlich größten Förderin der Initiative Familien – Kristina Schröderverbreitet wurde.

Ein ehemaliges Mitglied, das sich über die Weitergabe interner Dokumente aus der Initiative ausweisen konnte, gab im Dezember an, dass sich diese immer weiter in Richtung Querdenken entwickelt, bzw. entsprechende Positionen eingenommen habe.

Im Februar 2022 ging man aktiv auf eine Initiative mit dem Namen UnmaskOurKids zu, die ganz offensichtlich die Sprache von Querdenken („Impfpropaganda„) gutheißt und sich nachweislich meiner Recherchen nicht annähernd ausreichend von der Bewegung abgrenzt. Auch die Teilnahme von Andrea Knipp-Selke (Mitglied der Initiative Familien) bei der Querdenken zuzuordnenden Produktion von Schutzfilm wurde nicht kritisch von der Initiative begleitet.

Ein Positionspapier der Initiative vom Juni kam schließlich ohne jedwede Quellenangabe daher. Eine Voraussetzung für gute Öffentlichkeitsarbeit, die der Goldene Aluhut der Initiative nach meinem Wissen beigebracht hatte. Noch interessanter an diesem Papier ist jedoch die folgende Aussage, die mindestens den Anklang eines Verschwörungsmythos enthält: „Anpassung an politische Erwartungshaltungen statt Freiheit des Denkens: Auch Teile der Wissenschaft scheinen mittlerweile in dem Netz von interessensgeleiteten Fehlentwicklungen gefangen zu sein, das sie selbst mitgesponnen haben.

Statt sich mit den Fehlern auseinanderzusetzen, arbeitet die Initiative mit einem Opfermythos. Recherchen? Nur „Hass und Hetze“. Eine Perspektive, die Jörg Phil Friedrich anscheinend teilte und der Initiative ein Interview dazu in der WELT ermöglichte. Der Jörg Phil Friedrich, der nur wenige Wochen zuvor bereits der eindeutig Querdenken zuzuordnenden Initiative Kinderrechte Jetzt! ein völlig unkritisches Interview in eben dieser WELT ermöglichte.

Ein schützendes Umfeld von Gastlightern

Statt auf Kritik einzugehen, stellen sich Personen aus dem Umfeld der Initiative in den Diskurs und verbreiten Falschbehauptungen zu Recherchen von mir oder unterstellen sogar imaginierte Straftaten. Die gegenseitige Deckung von Franziska Briest (siehe hier) und Daniel Haake füreinander als auch in Bezug auf die Initiative Familien ist sicherlich kein Zufall. Im Februar veröffentlichten beide unter anderem mit Esther März und Christine Busch – Mitglieder der Initiative Familien – den Aufruf „Mehr Sorgfalt bei der Kommunikation von Pandemierisiken.“

Weitere Mitglieder des Kreises um Briest – die ehemals selbst Mitglied der Initiative war – sowie Haake sind Oliver Beige, Ralph Brinks sowie Christian Schöps.

Beige behauptete kürzlich verharmlosend, dass Stefan Homburg kontrovers“ sei. Interessante Wortwahl gegenüber einer Person, die laut Volksverpetzer für die Verbreitung von Falschinformationen zur Pandemie bis hin zu antisemitischen Verschwörungsnarrativen verantwortlich gemacht wird. Beige schob dazu später nach, dass er sich nicht von Homburg distanzieren wolle.

Christian Schöps, der sich mir gegenüber auf Twitter auch schon einmal im Ton vergriff und mir ohne Beleg unterstellte Feindeslisten zu führen, verharmloste im Frühjahr 2022 die Great Barrington Declaration als „relativ unspektakulär.

Ralph Brinks ist ebenfalls interessant, denn er verbreitete im Film „Eine andere Zukunft“ (Schutzfilm) eine verzerrte Darstellung über eine Modellierung im Auftrag des Robert Koch Instituts. Brinks war als externes Mitglied in den Sachverständigenausschuss zur Evaluierung der Coronamaßnahmen eingebunden, ebenso wie Andrea Knipp-Selke.

Initiative Familien ist Querdenkertum?

Man toleriert Verbindungen zu Querdenken. Mitglieder kooperieren sogar mittlerweile offen mit entsprechenden Initiativen. Ein Opfermythos wird gepflegt. Klare Positionierungen als „Cancel Culture“ bezeichnet. Man beruft sich darauf „sozial“ und gegen die AfD zu sein, beteiligt sich aber aktiv mit anonymen Accounts der Kindertruppe an Cybermobbing und erhält mittlerweile ganz offen unverhohlenen Applaus von Seiten der AfD. Journalisten wird ihre Eignung abgesprochen. Eine Analyse eines Ausschnitts der Kindertruppe Ende März wies darauf hin, dass etwa die Hälfte dieser Accounts offen zu AfD und Neurechten ist.

Falschbehauptungen zur Pandemie wurden geteilt, die bis heute nicht richtiggestellt worden. Darunter die wiederholte Behauptung, Deutschländ hätte die „längsten & härtesten Schulschließungen“ für Kinder gehabt. Eine Aussage, die nachweislich falsch ist. Ebenso wie die Behauptung, es habe eine gehäufte Anzahl von Suiziden unter Kindern und Jugendlichen während der Pandemie gegeben. Später ändert man dies zu „Suizidversuchen“, aber auch hierfür fehlen Belege.

Die offenen Interaktionen von Mitgliedern der Initiative wie Zarah Abenschön-Sawall und Agnes Horvath mit einschlägig bekannten Accounts aus dem Spektrum von Querdenken bei Twitter, bestehen bis heute fort.

Von ehemaligen Mitgliedern wie Nele Flüchter hat man sich bislang nie öffentlich distanziert oder klargestellt, was man von deren Demonstrationen in Berlin hält. Auch das Personen wie die Verschwörungsnarratologin Ulrike Guérot oder andere wie Hirte, Rabe und Axel Koch weiterhin auf den Unterstützungslisten der offenen Briefe geführt werden, sollte Anlass genug sein, an der Glaubwürdigkeit der Initiative bezüglich ihrer öffentlichen Abgrenzung zu Querdenken zu zweifeln.

Die Perspektive von Risikofamilien kommt in Stellungnahmen des Vereins – der hin und wieder den Anschein erweckt für alle Familien in Deutschland zu sprechen – de facto nicht vor oder als Platzhalter, um sich für die Abschaffung von weiteren Maßnahmen auszusprechen.

Wie die Initiative Familien zur Great Barrington Declaration steht, lässt diese in Teilen offen. Auf Twitter schrieb die Initiative im April, dass sich ihre Forderungen „größtenteils“ nicht mit denen der GBD decken. Das bedarf jedoch einer Erklärung, denn die GBD hat nur eine konkrete Forderung: Durchseuchung bei gleichzeitigem Schutz der Risikogruppen. Das letzteres bei einer Durchseuchung nicht möglich ist, sagen alle seriösen Virolog:innen. Auf Nachfragen dazu reagierte die Initiative auf Twitter nicht.

Zarah Abendschön-Sawall verlinkte in ihrem Profil auf Twitter in der Vergangenheit direkt zur GBD. Nach Kritik löschte sie den Tweet, distanzierte sich und sprach von einem Fehler. Sie schrieb im April 2021: „Ich habe nach diesem Tweet mich nochmal belesen und erst da realisiert was wohl dahinter steht und diesen dann direkt gelöscht. [sic!]

Ich halte diese Distanzierung für wenig glaubwürdig. Die Initiative hat wiederholt gezeigt, wie wenig sie von der Perspektive von Risikogruppen hält. Der für Cybermobbing bekannte Account „la_giraphe“, mit dem sowohl Abendschön-Sawall und Horvath als auch zahlreiche Mitglieder der Kindertruppe regelmäßig interagieren, hat in der Vergangenheit wiederholt Häme über Angehörige von Schattenfamilien ausgegossen, die aus meiner Sicht bereits als sozialdarwinistisch zu bezeichnen sind.

Für mich erfüllt die Initiative damit alle Kriterien üblicher Gruppierungen von Querdenken, auch wenn man bisweilen wesentlich subtiler vorgegangen ist. Solange die Initiative keinen Willen zur Aufarbeitung und Verhaltensänderung zeigt, bleibe ich bei dieser Einschätzung und kann nur alle dazu aufrufen, sich dieser Einschätzung anzuschließen, denn: „Wer schweigt, stimmt zu.

* Titelbild: Logo der Initiative Familien via InitiativeFamilien.de. Verfremdung / Bearbeitung / Montage: Gunnar Hamann, Ostprog.de

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