* Titelbild: Altes Logo der Tagesschau-App via Nextpit (Rechte: ARD). Logo von ZAPP via Wikimedia Commons (Rechte: Norddeutscher Rundfunk). Logo der Initiative Familien via Homepage der Initiative (Rechte: Initiative Familien). Logo von Ostprog.de (Rechte: Gunnar Hamann). Abbildung der drei Affen via Pixabay.com. Bearbeitung / Montage: Gunnar Hamann, Ostprog.de.

Initiative Familien: Von allen guten Medien verlassen?

Die SPD in Baden-Württemberg sollte am Sonntag den Frauenpreis 2022 an ein Mitglied der Initiative Familien verleihen. Der Initiative also, die aufgrund ihrer Kontakte und offenen Interaktionen mit Querdenken seit Monaten in der Kritik steht. Kurz nach Erscheinen dieses Beitrags verkündete Saskia Esken (MdB, SPD) die Absage der Verleihung. Über ein Beinahe-Versagen der Baden-Württembergischen SPD, was eigentlich auf ein Medienversagen zurückgeht und ein fortlaufendes Problem im Umgang mit verschiedenen Lebenswirklichkeiten in der Pandemie offenbart. Ein Kommentar.

Foto von Ulrike Guérot via Wikimedia Commons / Európa Pont / Lizensiert unter CC BY 2.0, https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/. Hintergrund via Pixabay.com. Bearbeitet von Gunnar Hamann, Ostprog.de.

»Achtung! Wegschauen!« – Verschwörungsnarratologie für die „Mitte“ der Gesellschaft

Derzeit wird viel über Verdrängung geschrieben. Etwa in Bezug auf Teile der SPD und deren Umgang mit dem Krieg in der Ukraine. Gleichzeitig, so macht es den Anschein, freut sich die Landschaft der Medienkritik über die willkommene Ablenkung von Corona. Würde der ehrliche Umgang mit letzterem doch einen blinden Fleck enthüllen, der dort im Lauf der Pandemie immer größer gewachsen ist. Dass im deutschen TV mittlerweile eine waschechte Verschwörungsnarratologin auftreten darf, medienkritische Formate wie ZAPP oder Übermedien dazu aber weitgehend schweigen, ist ein Skandal und letztlich: Arbeitsverweigerung. Ein Kommentar.

Der naive Liberalismus des Tom Bohn: Tatort Querdenken

Der naive Liberalismus des Tom Bohn: Tatort Querdenken

Die Berliner Versammlungsbehörde beschloss für den Samstag das Verbot einer Demonstration von Querdenken in Berlin. Unter dem Motto #friedlichzusammen hatten Akteure der Initiative „Laut für Familien“ zur Versammlung aufgerufen, sprachen sich jedoch im Zuge des Versammlungsverbots im Interview mit der Berliner Zeitung dafür aus, nicht zum Brandenburger Tor zu gehen. Der Tatort-Regisseur und FDP-Stadtrat von Landsberg am Lech – Tom Bohn – rief auf Twitter hingegen indirekt dazu auf, sich am Ort der verbotenen Demonstration einzufinden. Ein Blick auf Tom Bohn, einen für Teile der FDP symptomatisch-naiven Freiheitsbegriff, ein daraus resultierendes bundeslandübergreifendes Problem der FDP im Umgang mit Querdenken sowie die Initiative „Laut für Familien“.

„Mit uns! Nicht über uns?“ – Initiative Familien und ihre Folgen

Mit uns! Nicht über uns!“ So heißt es auf dem Instragram-Account der Initiative Familien (IF). Der Verein setzt sich unter anderem für eine Abschaffung von Tests und der Maskenpflicht an Schulen ein. Meine aktuellen Recherchen vom 27. Oktober sowie 31. Oktober belegen zweifelsfrei, dass die Initiative – trotz mehrfacher öffentlicher Abgrenzungsbekundungen – mit einem Elternnetzwerk kooperiert haben, dass mit Querdenker:innen besetzt ist. Ein Kommentar zu Medien- und Politikversagen.

Debattenkultur in der Alternativlosgkeit

Debattenkultur in der Alternativlosigkeit

Dass wir in polarisierten Zeiten leben, sollte mittlerweile jedem bewusst sein. Entsprechend haben sich auch die gesellschaftlichen Debatten extremisiert. Zwischen Nazi und Gutmensch scheint es (Betonung auf „scheint“) keine Grautöne mehr zu geben. Umso wichtiger wird auch ein kritisch reflektierender Journalismus ohne Scheuklappen, der die Dissonanz zwischen diesen Extremen aushält.