* Titelbild: Hintergrundbild des Netzwerks von Karam Bales, Counter Desinformation Project. Weiteres Hintergrundbild von Pixabay.com. Bearbeitung durch Gunnar Hamann, Ostprog.de.

Counter Disinformation Project

British journalist Karam Bales is making his research – on globally connected disinformation groups and individuals – available for journalists and the public at large. Bales played an integral part in reporting on the so called “HARTleaks”, exposing the Health Advisory & Recovery Team’s (HART) lobby influence on the United Kingdom’s policy making. Together, Bales and I talked about his motivation for the project, global links between disinformation groups, and had a comparative look on the public discourse on COVID-19 in the United Kingdom and Germany.

* Titelbild: Hintergrundbild des Netzwerks von Karam Bales, Counter Desinformation Project. Weiteres Hintergrundbild von Pixabay.com. Bearbeitung durch Gunnar Hamann, Ostprog.de.

Counter Disinformation Project

Der britische Journalist Karam Bales stellt seine Recherchen – zu global vernetzten Desinformationsgruppen und deren Mitglieder – bereit für Journalist:innen und Öffentlichkeit. Bales nahm eine wichtige Rolle in der Berichterstattung zu den sogenannten „HARTleaks“ ein. Mit seiner Arbeit offenbarte er den Einfluss des Health Advisory & Recovery Teams (HART) auf politische Entscheidungen im Vereinigten Königreich. Bales und ich sprachen über seine Motivation für das neue Projekt, globale Verbindungen zwischen Desinformationsgruppen und verglichen die öffentliche Coronadebatte im Vereinigten Königreich mit der in Deutschland vorherrschenden Debatte.

Logo von Achgut via Achgut.com. Weitere Abbildungen via Pixabay.com. Montage und Bearbeitung von Gunnar Hamann, Ostprog.de.

Achgut – Der „Treibsandeffekt“

Seit Mitte Juni befindet sich der neurechte Blog „Achse des Guten“ (Achgut) in einer Auseinandersetzung mit mehreren anonymen Twitternutzer:innen. Diese machten Werbekunden auf problematische Inhalte und Autoren des Blogs aufmerksam, die deren Firmenethik aus Sicht der Nutzer:innen widersprechen. Bei Achgut spricht man von „Antisemitismus“, einer „Kampagne“ und „Denunziation“. Eine Chronologie und ein Gespräch mit den Beteiligten über die Vorwürfe. Und: Wieso der Blog im finanziellen Überlebenskampf immer tiefer in den eigenen Unwahrheiten zu versinken droht.

* Titelbild: Altes Logo der Tagesschau-App via Nextpit (Rechte: ARD). Logo von ZAPP via Wikimedia Commons (Rechte: Norddeutscher Rundfunk). Logo der Initiative Familien via Homepage der Initiative (Rechte: Initiative Familien). Logo von Ostprog.de (Rechte: Gunnar Hamann). Abbildung der drei Affen via Pixabay.com. Bearbeitung / Montage: Gunnar Hamann, Ostprog.de.

Initiative Familien: Von allen guten Medien verlassen?

Die SPD in Baden-Württemberg sollte am Sonntag den Frauenpreis 2022 an ein Mitglied der Initiative Familien verleihen. Der Initiative also, die aufgrund ihrer Kontakte und offenen Interaktionen mit Querdenken seit Monaten in der Kritik steht. Kurz nach Erscheinen dieses Beitrags verkündete Saskia Esken (MdB, SPD) die Absage der Verleihung. Über ein Beinahe-Versagen der Baden-Württembergischen SPD, was eigentlich auf ein Medienversagen zurückgeht und ein fortlaufendes Problem im Umgang mit verschiedenen Lebenswirklichkeiten in der Pandemie offenbart. Ein Kommentar.

Foto von Tim Röhn via WELT.de (Rechte: Axel Springer SE). Logo der WELT via Wikimedia Commons (Rechte: WeltN24GmbH / N24 / Axel Springer SE). Bearbeitet von Gunnar Hamann, Ostprog.de. Weitere Abbildungen via Pixabay.com. Montage und Bearbeitung von Gunnar Hamann, Ostprog.de.

Tim Röhn: „Ich bin Querdenker“

Der Journalist Matthias Meisner (taz) erhielt eine Unterlassungserklärung von Tim Röhn (WELT). Um beide ist es seit Anfang des Jahres nicht ganz ruhig. Zeit, sich eingehend mit Röhn zu unterhalten. Ein junger charakterstarker Autor, dem es um bedingungslose Aufklärung geht. Ein Gespräch über Querdenken, seine Vorstellung von Journalismus und einem Staat, der aus seiner Sicht zur vierten Gewalt werden muss. Eine Satire.

Foto von Ulrike Guérot via Wikimedia Commons / Európa Pont / Lizensiert unter CC BY 2.0, https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/. Hintergrund via Pixabay.com. Bearbeitet von Gunnar Hamann, Ostprog.de.

»Achtung! Wegschauen!« – Verschwörungsnarratologie für die „Mitte“ der Gesellschaft

Derzeit wird viel über Verdrängung geschrieben. Etwa in Bezug auf Teile der SPD und deren Umgang mit dem Krieg in der Ukraine. Gleichzeitig, so macht es den Anschein, freut sich die Landschaft der Medienkritik über die willkommene Ablenkung von Corona. Würde der ehrliche Umgang mit letzterem doch einen blinden Fleck enthüllen, der dort im Lauf der Pandemie immer größer gewachsen ist. Dass im deutschen TV mittlerweile eine waschechte Verschwörungsnarratologin auftreten darf, medienkritische Formate wie ZAPP oder Übermedien dazu aber weitgehend schweigen, ist ein Skandal und letztlich: Arbeitsverweigerung. Ein Kommentar.

Titelbild: Foto von Nicole Reese via YouTube-Video von Demokratiemanufaktur e.V. und bearbeitet von Gunnar Hamann, Ostprog.de. Im Original lizensiert unter CC BY 3.0., https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/. Logo von Lobbyisten für Kinder von der Webseite der Lobbyisten für Kinder und Logo von Laut für Familien über die Webseite von Laut für Familien. Titelbild bearbeitet von Gunnar Hamann, Ostprog.de.

#UnmaskNicoleReese?

Nicole Reese ist Mitbegründerin einer Elterninitiative und bezeichnet sich selbst als „engagierte Demokratin“. Ein anonymer Account auf Twitter, der mutmaßlich von Nicole Reese betrieben wurde, lässt nun Zweifel an dieser Außendarstellung aufkommen. Eine investigative Recherche mit Blick in das rechtsaffine Netzwerk von Querdenken und Kindertruppe auf Twitter. Und: Ein Überblick über das Netzwerk, in dem sich Reese auch außerhalb von Twitter engagiert, das Fragen bezüglich der Rolle von WELT und Kristina Schröder bei der Förderung dieser und ähnlicher Initiativen aufkommen lässt. Ein Beitrag im Rahmen einer gemeinsamen Recherchearbeit mit der Journalistin Annette Bulut.

Presserat duldet Intransparenz?

Ein Beitrag in der WELT verletzte aus meiner Sicht die journalistische Sorgfaltspflicht (Ziffer 2, Pressekodex). Der Presserat befindet nun nach Prüfung: Kann man machen. Ein Kommentar dazu, wieso es sich der Presserat hier in der gelebten falschen Ausgewogenheit zu bequem macht und weshalb das eine Gefahr für die Aufklärungsfunktion von Journalismus bedeutet.