Täuschte Hamburgs Schulbehörde die Öffentlichkeit?

„Diese Darstellung will man mit Daten entkräften“

Der 4. November 2020. Ein Bericht der Hamburger Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) wird intern veröffentlicht. Der mir vorliegende Bericht deutet darauf hin, dass die Behörde sowie Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) die Hamburger Öffentlichkeit über die Anzahl an schulinternen Infektionen getäuscht haben könnte.

Im September 2020 kam es an der Hamburger Heinrich-Hertz-Schule zu einem der bis dahin größten Massenausbrüchen mit Corona an einer deutschen Schule. Eine Gensequenzierung des Erregers ergab, so die Forschenden gegenüber dem Tagesspiegel, dass „die überwiegende Mehrzahl der Übertragungen höchstwahrscheinlich auf eine einzige Infektionsquelle zurückzuführen [seien]. Die Möglichkeit, dass der Ausbruch aus unabhängigen Einträgen resultiert kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden.

Die Ergebnisse der Sequenzierung waren erst Ende Dezember 2020 durch eine Anfrage bei FragDenStaat an die Öffentlichkeit gelangt. Schulsenator Rabe geriet damit unter Druck. Der Verdacht wurde geäußert, dass die Schulbehörde die Veröffentlichung der Ergebnisse habe unterdrücken wollen. Laut Tagesspiegel, hätte die Schulbehörde bereits Ende Oktober von den Ergebnissen gewusst haben müssen.

Der Sonderbericht S

Es kann nicht sein, was nicht sein darf

Der mir nun vorliegende Bericht vom 4. November bezieht sich auf das Infektionsgeschehen unter Hamburger Schüler:innen und untersucht drei Zeiträume:

  1. Ende Sommerferien bis Anfang Herbstferien 2020,
  2. Ende Herbstferien bis 03. November 2020 und
  3. Ende der Sommerferien bis 03. November 2020.

Im Bericht wird untersucht, wie hoch die Anzahl von schulinternen Infektionen in den einzelnen Zeiträumen war. Zwischen den Untersuchungszeiträumen gibt es dabei sehr starke Abweichung. Vom Ende der Sommerferien bis Anfang Herbstferien 2020 lag der Anteil an schulinternen Infektionen bei 20,1%. Im Zeitraum vom Ende der Herbstferien bis zum 3. November 2020 lag der Anteil bei 36,1%. Im gesamten Untersuchungszeitraum lag der berechnete Wert von schulinternen Infektionen bei 30,1%.

Gestützt wird dieses Ergebnis vom Ergebnisprotokoll einer internen Skype-Besprechung der BSB vom 3. November, an der Senator Rabe allem Anschein nach ebenfalls teilnahm. Dort heißt es: Während die Zahl der Corona-Fälle in den Schulen zwischen den Sommer- und Herbstferien im Vergleich zum übrigen Infektionsgeschehen in Hamburg unterdurchschnittlich war, hat sich dieser Trend inzwischen gedreht. Die Zahlen werden derzeit ausgewertet.

Es ist wiederum wichtig zu verstehen, dass die Ergebnisse des Sonderberichts vom Autor einer Beschränkung unterworfen sind. Im Bericht heißt es: „Die Zahl der schulexternen Infektionen kann nicht exakt bestimmt werden. Der wesentliche Anteil der Infektionen geht auf einen unbestimmten Kontext zurück [Hervorhebung von mir].

Obwohl Rabe also allem Anschein nach von den Ergebnissen des eigenen Behördenberichts informiert war, gab er der Hamburger Morgenpost im selben Zeitraum ein Interview, in dem er verlautbarte, dass außerschulische Infektionen neunmal häufiger vorkämen. Am 15. November äußerte Rabe den Wunsch, dass die Kultusministerkonferenz (KMK) eine Studie in Auftrag geben sollte, um zu überprüfen, ob die Infektionsgefahr an Schulen überschätzt wird.

Die Studie der KMK wurde am 15. Dezember 2021 in der FAZ irreführend unter dem Titel „Schulen sind kein Treiber der Pandemie“ besprochen. Tatsächlich halten die Autoren der Studie fest, dass das Infektionsrisiko an Schulen mit dem der Allgemeinbevölkerung korreliert. Die Wortwahl „Treiber der Pandemie“ wird von Wissenschaftler:innen immer wieder kritisiert. Über die Intransparenz der KMK bei der Veröffentlichung der Studien-Zwischenberichte hatte ich hier zuvor berichtet.

Mit Daten entkräften

Am 17. November nahm man bei einer weiteren Skype-Besprechung innerhalb der Hamburger Schulbehörde erneut Bezug auf die Sonderbericht S. Dort heißt es laut dem mir vorliegenden Protokoll: „Am 19.11.2020 ist eine PK zum Thema „Infektionsrisiko an Schulen“ geplant. S[enator] sagt, dass in der öffentlichen Darstellung die Schulen stets für die Infektionen von Schülerinnen und Schülern verantwortlich gemacht werden. Diese Darstellung will man mit Daten entkräften. [letzte Hervorhebung von mir].

Bei der angesprochenen Pressekonferenz berichtet die BSB: „Die Fachleute der Schulbehörde haben in der Schulzeit zwischen den Sommer- und den Herbstferien vom 4. August bis 4. Oktober 2020 bei allen 372 infizierten Schülerinnen und Schülern den Zeitpunkt und die Umstände ihrer Erkrankung genau überprüft.“ Damit ist klar, dass die Behörde sich hier lediglich auf den ersten Zeitraum des internen Berichts stützt. Also den Zeitraum, mit dem niedrigsten Wert an schulinternen Infektionen.

Dennoch finden sich auch hierbei Abweichungen zum mir vorliegenden Bericht vom 4. November. So ist darin die Rede von 18 Schulen mit möglichen schulinternen Infektionen. Berichtet wird allerdings nur von 17 Schulen, auf die dieses Kriterium zutreffen soll. Weiter heißt es: „Lediglich 80 (21,5 Prozent) der insgesamt 372 Infektionsfälle von Schülerinnen und Schülern konnten nicht eindeutig auf eine außerschulische Infektion zurückgeführt werden und sind möglicherweise durch eine Ansteckung in der Schule erfolgt.

Im Sonderbericht wurde für diesen Zeitraum ein Wert von 368 Infektionsfällen gemeldet. Davon wurden 74 (20,1%) als schulinterne Infektionen deklariert. Obwohl für den späteren Zeitraum weitaus höhere mögliche schulinterne Infektionszahlen unter Schüler:innen bekannt waren, bezog man sich hier lediglich auf den Zeitraum mit den geringeren schulinternen Infektionszahlen. Zudem fehlt eine Einschränkung darüber, dass sich mögliche schulexterne Fälle laut Sonderbericht nicht eindeutig abklären lassen. Dennoch heißt es in der Pressemitteilung, dass man ableiten könne, dass die meisten Infektionen mit „großer Wahrscheinlickeit“ außerhalb der Schulen stattgefunden hätten. Von einer dezidierten Kontaktnachverfolgung zur Klärung ist hier nur im Zusammenhang mit Berufsschulen die Rede.

Mehrere Anfragen bei der Pressestelle der Hamburger Schulbehörde vom 27. und 31. Januar blieben bislang unbeantwortet. Der Autor des Berichts stand nicht für Fragen bereit. Er verwies mich zur Beantwortung an die Hamburger Schulbehörde.

(1) Ist es korrekt, dass dieser Bericht aus Ihrer Behörde stammt und die hier genannten Werte darin enthalten sind?

(2) Am 19. November behauptete Ihre Behörde auf Grundlage der Auswertung, dass 78% der Infektionen außerhalb der Schule stattfinden, obwohl Ihre Auswertung einschränkt, dass man die exakten Werte für externe Einträge nicht bestimmen kann. Wie kam es zu dieser Darstellung und wie würden Sie diese auf Grundlage der Auswertung einschätzen, in puncto wissenschaftlicher Korrektheit?

(3) Lag Senator Ties Rabe die komplette Auswertung am 4. November vor?

(4) Wenn Herr Rabe von der Auswertung vom 4. November wusste, weshalb hat er sich dann in der Öffentlichkeit mit den irreführenden Zahlen geäußert? In der Hamburger Morgenpost sagte er am 4. November 2020, dass Schüler:innen sich neunmal häufiger im privaten Umfeld als zu Hause infizieren. Woher hatte Herr Rabe diese Zahlen?

Meine Fragen an die Hamburger Schulbehörde

Der Sonderbericht S steht hier zur Einsicht bereit.

Antwort der BSB vom 31. Januar:

Zu provisorischen internen Dokumenten, zumal wenn sie nur einen Zwischenstand darstellen, der noch mehrfach Veränderungen erfahren hat, weil die Qualitätssicherung und Auswertung solch großer Datenmengen sowie deren Bewertung stets ein längerer Prozess ist, nehmen wir grundsätzlich nicht Stellung.

Allerdings hat das RKI den finalen Bericht von Herrn Dr. Brändle inzwischen in seinem Epidemiologischen Bulletin veröffentlicht, nach der üblichen Begutachtung im Peer-Review-Verfahren:

Monitoring und Evaluation des SARS-CoV-2-Infektionsgeschehens unter Schülerinnen und Schülern  an Hamburgs Schulen
https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2022/Ausgaben/01_22.pdf?__blob=publicationFile

Wie sich Senator Rabe auf Basis der damals vorliegenden Gesamtauswertung geäußert hat, können Sie hier nachlesen, ohne auf Sekundärquellen zurückgreifen zu müssen:
https://www.hamburg.de/coronavirus/14644922/2020-11-19-bsb-coronadaten-schulen/"

Pressestelle der Hambuger Schulbehörde

Auf Nachfrage bei der BSB, wann der Sonderbericht als abgeschlossen galt und wie es zur Neubewertung der Datenlage kam, schreibt die Behörde:

["E]s handelt sich nicht um eine Studie sondern um eine Auswertung von Daten, die auf Meldungen der Schulen basieren. Solche Meldungen gehen seit Beginn der Corona-Krise fortlaufend ein, allerdings auch in Form von verspäteten Nachmeldungen. Insofern gibt es jeweils stichtagsbezogene Auswertungen. Ebenso verhält es sich mit eventuellen Bewertungen, die sich auf diejenigen Daten beziehen, die dann jeweils zur Verfügung stehen. Für unsere Pressekonferenz mit Pressemitteilung ausschlaggebend war der Auswertungsstand 19. November 2020. Das gesamte Datenpaket wurde via KMK zum Zweck einer externen wissenschaftlichen Auswertung zwei Instituten übermittelt (Braunschweig/Köln), um eben nicht nur eine interne Auswertung zu präsentieren, sondern eine unabhängige externe Expertise einzuholen."

Pressestelle der Hambuger Schulbehörde

Tatsächlich handelt es sich um einen „Sonderbericht“ und nicht um eine Studie. Diesen Fehler habe ich im Beitrag korrigiert. Wie es dennoch zur umfassenden Neubewertung der Rückverfolgbarkeit kam sowie der plötzlichen Einschränkung des Zeitraums auf die Zeit vom Ende der Sommerferien bis zum Anfang der Herbstferien, dazu möchte die Hamburger Schulbehörde bislang nicht Stellung beziehen.

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4 Comments

Uwe Schwantes · 31. Januar 2022 at 13:48

Warum diese zweifelhafte Datenerhebung der Hamburger Schulbehörde am 6.1.2022 Eingang ins RKI Bulletin fand schließt sich als Frage an:

Unter dieser Annahme zeigte sich, dass es im beobachteten Zeitraum (04.08.2020 – 03.10.2021) bei etwa einem
Drittel der Infektionen unter SuS einen Schulkontext gab. Größere schulische Ausbruchsgeschehen
wurden nur selten beobachtet. Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass Infektionen im
Schulkontext vermutlich in geringerem Umfangvorkommen als außerhalb des Schulsettings – also
für SuS in Schulen eine geringere Ansteckungsgefahr als in anderen Kontexten besteht. In den Auswertungen
der Hamburger Schulbehörde wurde insbesondere der Zeitraum zwischen den Sommer- und den Herbstferien
(04.08. – 04.10.2020)betrachtet. Durch Überprüfungen der Infektionsumstände konnte etwa ein Drittel der Infektionen,
die in eineJahrgangsstufe einer Schule stattfanden, einem außerschulischen Kontext zugeordnet werden.“

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2022/Ausgaben/01_22.pdf?__blob=publicationFile

Uwe Schwantes · 4. Februar 2022 at 15:18

Frage Interviewer :“Sie haben also nichts unter der Decke gehalten? Dem Tagesspiegel sagte der zuständige HPI-Virologe, mit der Analyse sei man Anfang Oktober fertig gewesen, er könne aber nicht sagen, wann die Ergebnisse vom Gesundheitsamt weiterkommuniziert wurden. Sie, Herr Rabe, haben gestern im Gespräch mit dem Radiosender NDR 90,3 immerhin eingeräumt, dass es im Nachhinein besser gewesen wäre, die Zahlen, als sie Ihnen dann vorlagen, sofort zu veröffentlichen.“

Rabe: „Wir haben uns mehrfach darum bemüht, die Zahlen des HPI zu veröffentlichen. Denn einerseits waren die Zahlen besser als unsere bis dahin verwendeten Zahlen. Und andererseits hatten wir uns als Hamburger Bildungsbehörde ja am 19. November mit unserer Pressekonferenz ganz bewusst entschieden, alle Informationen zum Infektionsgeschehen an Schulen, die wir haben, offenzulegen. Doch uns wurde bis heute, zuletzt übrigens schriftlich noch am 22. Dezember, mitgeteilt, dass die Zahlen nicht aussagekräftig seien und man vor einer Veröffentlichung den Schlussbericht abwarten müsse. Gern räume ich ein: Gesundheitsamt, Studienleitung und Schulbehörde hätten sich regelmäßiger zum Fortgang der Studie und den Veröffentlichungsmöglichkeiten abstimmen können. Und ein weiterer Fehler war wohl, dass niemand damit gerechnet hat, dass in diesen Zeiten über die sozialen Netzwerken eine im Verhältnis zur Ausgangslage eher positive Nachricht zu einem Skandal verdreht wird.“

https://www.jmwiarda.de/2020/12/29/solche-vorw%C3%BCrfe-sind-infam/

Uwe Schwantes · 4. Februar 2022 at 15:31

Chronologie Heinrich Hertz Schule (BSB Dokument)

Am 29.09.2020 informierte das Bezirksamt Nord die Schulbehörde über ein erstes Zwischenfazit der Sequenzierung an der HHS: Von 28 Proben haben 25 einen Rückschluss auf eine Infektionsübertragung zum gleichen Zeitpunkt gegeben. Zwei Proben konnten nicht mehr ausgewertet werden, eine Probe hatte einen vollständig anderen Virenstamm. Die Ergebnisse sollten jetzt decodiert werden, damit das GA zuordnen kann, welche Personen hinter den Proben stehen, um weitere Rückschlüsse zu ziehen und eine genauere Infektionskette zu ermitteln.

Am 30.09.2020 stellte eine Mitarbeiterin der Sozialbehörde/Amt für Gesundheit in der Corona-Lage der BSB eine Auswertung der Infektionszahlen in allen Hamburger Schulen über den Hamburger Pandemiemanager vor. In diesem Rahmen wurde das beschriebene Zwischenfazit vom 29.09.2020 noch einmal erwähnt.

Am 16.10.2020 hat das Gesundheitsamt Hamburg-Nord auf Nachfrage der Schulbehörde folgende Rückmeldung an die Schulbehörde gegeben:

„Leider ist die Decodierung  und genauere Analyse problembehaftet bzw. unvollständig  und es ist nicht zu erwarten, dass sich noch weitere wesentliche Erkenntnisse ergeben. Gleichwohl kann man aus den bisherigen Ergebnissen der Sequenzierung in Kombination mit den Ermittlungen des Gesundheitsamtes gewisse Schlüsse ziehen, die tw. schon zu Maßnahmen geführt haben bzw. Empfehlungen erlauben. Von 28 Proben geben 25 einen Rückschluss auf eine Infektionsübertragung zum gleichen Zeitpunkt in Schule, zwei Proben konnten nicht mehr ausgewertet werden, eine Probe hat einen vollständig anderen Virenstamm ergeben. Einzelne Befunde wurden allerdings  von den Laboren nicht geliefert bzw. die Proben waren nicht mehr brauchbar, wie sich jetzt auf Nachforschung ergeben hat. (dies erklärt die Falldifferenz zu 36 Positivfällen). Deshalb kann z.B. leider nicht ausgeschlossen werden, dass  ggf. doch noch andere Herde vorhanden waren, was eine Vermutung vor der Sequenzierung war.

Man muss aber mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, bei der deutlichen Anzahl der Fälle mit ein und demselben Herd zumindest auch eine Übertragung in der Schule stattgefunden hat.

Nicht bewertbar ist bei der Befundlage weiterhin, ob es z.B. einen Superspreaderfall o-ä. gegeben hat. Nicht durch die Sequenzierung, aber v.a. durch die Ermittlungen bleibt festzuhalten,  dass die Sicherstellung der Hygiene- und Abstandsregeln in den rel. engen Räumlichkeiten der Schule offensichtlich herausfordernd war und Einzelpersonen mit Symptomen in der Schule waren.“

Die SL hat diesen Sachstand ebenfalls erhalten, um schulintern bei Bedarf stets informieren zu können.

Am 07.11.2020 schickte das Institut für medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene des UKE eine „Bewertung der SARS-CoV-2 Genomsequenzierungen“ an das zuständige Gesundheitsamt Nord das Ergebnis der Genomsequenzierungen.

Am 19.11.2020 informierte die Schulbehörde im Rahmen einer Pressekonferenz über die Infektionsgefahren des Schulbetriebes. Die BSB stellt dar, dass zwischen den Sommer- und den Herbstferien 372 infizierte Schülerinnen und Schüler entdeckt worden waren. Aufgrund der Kontaktnachverfolgungen der Gesundheitsämter und eigener Kontaktnachverfolgungen kam die Schulbehörde zu dem Schluss, dass sich 292 Schülerinnen und Schüler (rund 80%) außerhalb der Schule und 80 Schülerinnen und Schüler (rund 20%) innerhalb der Schule mit Corona infiziert hatten. Zu diesem Zeitpunkt ging die Schulbehörde davon aus, dass sich alle im September infizierten Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Hertz-Schule innerhalb der Schule infiziert hatten. Sie waren somit Teil der 80 o.a. schulintern infizierten Schülern. Die niedrigere Zahl von lediglich 25 schulintern infizierten Schülerinnen und Schülern aus der Genomsequenzierungen wurde durch die Schulbehörde nicht aufgegriffen, weil nicht alle infizierten Schüler durch die Genomsequenzierung überprüft wurden und zudem der Schulbehörde zum damaligen Zeitpunkt keine belastbaren Ergebnisse vorlagen.

#DankeFrauPrien - OSTPROG · 14. Februar 2022 at 19:44

[…] verzerrte mediale Darstellung des Ergebnisses einer von der KMK in Auftrag gegebenen Studie, habe ich hier bereits […]

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