Titelbild mit Graphiken sowie weitere Abbildungen im Beitrag von Pixabay.org. Jeweils bearbeitet von Gunnar Hamann, Ostprog.de.

Ein Rōnin kämpft gegen das Infektionsschutzgesetz

Reflexion und Praxis: Wie der Philosoph und Budō Sensei Anon Rōnin sich gegen die Coronawellen stellt

Anon Rōnin, so lautet das Pseudonym eines Vaters, der für eine nachhaltige Anpassung des umstrittenen Infektionsschutzgesetzes kämpft. Er organisiert eine Verfassungsbeschwerde und deren Finanzierung. Die Kampagne, die er dafür ins Leben gerufen hat, konnte bisher schon über 11.000€ an Spenden generieren. Ein Gespräch mit dem Beschwerdeführer über das Überwinden von Ohnmacht durch praktisches philosophisches Handeln, seine persönliche Biographie der Widerstandskultur sowie über Identität und die Demaskierung der Unmaskierten.

Im März billigte der Bundesrat das angepasste Infektionsschutzgesetz der Ampel. Zu dieser Zeit hatte Deutschland die Phase des Containments längst hinter sich gelassen, so Peter Walger von der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), einige Wochen vor der Verabschiedung des Gesetzes gegenüber Ostprog.de.

Für Anon Rōnin sei zu diesem Zeitpunkt schon länger klar gewesen, dass die politisch Verantwortlichen in Deutschland kaum ein Interesse an einem wissenschaftlich basierten Umgang mit der Pandemie zeigen würden. Anon Rōnin ist ein Pseudonym. Zum Schutz seiner Familie und der Verfassungsbeschwerde, bewegt sich der zweifache Vater durch die Wahrung der eigenen Identität im Hintergrund. Im Geiste der Ninja, so sagt er. Im Schatten.

Am 2. April eröffnete er nach langer Vorbereitungsphase eine Startnext-Kampagne. Ziel: Eine Verfassungsbeschwerde zum Infektionsschutzgesetz soll auf den Weg gebracht werden. Auf der Seite heißt es unter anderem: „Ein Infektionsschutzgesetz, welches eine Gefährdung des Rechts auf körperliche Unversehrtheit bedingt, ist verfassungswidrig.

Seitdem hat das Projekt innerhalb von nur einer Woche bereits über zehntausend Euro an Spenden generiert. Über mehrere Monate beschäftige er sich bereits mit der Realisierung des Projekts. Mittlerweile arbeite er phasenweise rund um die Uhr an der Verfassungsbeschwerde.

Der Rechtsanwalt Till Günther, den Anon Rōnin dafür beauftragt hat, ist unter anderem auf Verfassungsrecht spezialisiert und sei sehr erfahren in der Durchführung von Verfassungsbeschwerden. Zwischen April 2001 und März 2003 war Günther Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Bundesverfassungsgericht. Laut Anon Rōnin gehe es nicht um einen Eilantrag beim Bundesverfassungsgericht. Die Substanz sei entscheidend und nicht ein Schnellschuss, der nach hinten losgehen könne. Daher werde die Erstellung des Schriftsatzes, der idealerweise Ende Mai weitgehend ausgearbeitet sein soll, einige Zeit in Anspruch nehmen.

Die Beschwerde sei grundsätzlicher Natur. Der Rechtsanwalt und Anon Rōnin ziehen insbesondere Parallelen zur jüngsten Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Klimaschutz.

Über Twitter ist er seit Dezember aktiv. Dort kam er schnell in Kontakt mit einem Anwalt, der Ärzt:innen vor Gericht gegen Beleidigungen und Bedrohungen von Querdenkern verteidigt. Dieser vermittelte ihn später an den Rechtsanwalt Till Günther, so Anon Rōnin.

Mitte Februar begann Anon Rōnin aus philosophischer Perspektive im Austausch mit Günther an den Grundlagen einer möglichen Verfassungsbeschwerde zu arbeiten. „Ursprünglich wollte ich einen Völkerrechtsbruch feststellen lassen, gegen die Bundesregierung.“ Letztlich entschied er sich im Gespräch mit dem Rechtsanwalt für einen anderen Weg. Das Handeln und Nichthandeln der Verantwortlichen sieht er dennoch als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ und er fügt nachdrücklich hinzu: „Ich meine das vollkommen ernst.

Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert

Identität als Werkzeug gegen die individuelle Ohnmacht
„Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kommt darauf an, sie zu verändern“, so Karl Marx, in seiner elften These über Feuerbach. (Graphiken: Pixabay.com / Bearbeitung: Gunnar Hamann, Ostprog.de)
„Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kommt darauf an, sie zu verändern“, so Karl Marx, in seiner elften These über Feuerbach. (Graphiken: Pixabay.com / Bearbeitung: Gunnar Hamann, Ostprog.de)

In seiner Jugend habe Anon Rōnin bereits begeistert in den Büchern bekannter Philosophen gelesen. Darunter insbesondere Wittgenstein, dessen Untersuchungen Anon Rōnin weiter begleiteten bis zu dessen Promotion in Philosophie, Jahrzehnte später.

Ein Kopfmensch, würden manche wohl sagen. Sein erstes Philosophiestudium brach er jedoch zunächst ab, für eine Berufsausbildung im Handwerk. Er ist seit vielen Jahren gelernter Schreiner.

Schon dabei zeigte sich vermutlich sein Wunsch, „philosophisches, mit praktischem, wehrhaftem Handeln“ zu verknüpfen. Der Akademiker – der mittlerweile sogar einen Doktortitel der Philosophie erworben hat – und der Praktiker, der auch im Internet eine Möglichkeit zum direkten Handeln sieht. Wobei der Philosoph ausdrücklich bereits Reflexion als Praxis versteht, bzw. Praxis immer untrennbar mit Reflexion verbunden sieht. Mit dem Begriff Theorie könne er daher wenig anfangen.

Die Pandemie war Auslöser für seine Engagement.

Schon beim dritten sogenannten ‚Lockdown‘ hat meine Fassungslosigkeit immer mehr zugenommen. Insbesondere, was das Verhalten der Politik und einiger Menschen in der Gesellschaft anging.“ Auch zahlreicher Medien, darunter ebenfalls öffentlich-rechtliche, wirft er einen ignoranten Umgang mit ihrer eigenen Verantwortung in der Pandemie vor. Das Stichwort False Balance fällt.

Die Situation sei für ihn schwierig. Anon Rōnin ist selbst Vater eines vorerkrankten Kindes und eines Sohnes unter 5 Jahren. „Für eine U5 Offlabel-Impfung muss man sich förmlich im Untergrund bewegen, um da irgendwie ran zu kommen!

„Man entwickelt wirklich Aggressionen“ (Anon Rōnin)

Auf Facebook und Twitter fand er die Möglichkeit, ein Gegengewicht herzustellen. Einerseits um seiner Frustration ein kreatives Ventil zu verschaffen, andererseits als praktischer Gegensatz zu den zahlreichen anonymen Accounts von Querdenken in den sozialen Netzwerken. Hier begann auch die Genese und Geschichte der Kunstfigur Ron Anon Rōnin. Anfangs benannt als Ron Acor. Ein Anagramm für „Corona“.

Durch „sokratisch-unerbittliches Argumentieren die absurden, unlogischen Äußerungen von Querdenkern durch analytische, kämpferische Kommentare zu attackieren“, das war die Mission von Ron Acor. Ein Sieg war es, wenn das Gegenüber dann „am Ende völlig genervt aufgibt und seinen Anfangspost lieber löscht, um der öffentlichen Demontage zu entgehen.

In der Offline-Welt ist Anon Rōnin Budōka. Konkret praktiziert und lehrt er seit über zwei Jahrzehnten Aikidō. Aikidō, so sagt er, kultiviere „die aktive Kontrolle des Gegners durch Ablenkung seines Geistes und seines Körpers.“ Und: „Keinesfalls darf Aikidō missverstanden werden, als eine passive Herangehensweise!“ 

Beim Iwama Ryu Aikidō spielen Waffen wie Schwert  und Holzstab eine grundlegende Rolle. Doch die Kontrolle und Entwaffnung stehe im Vordergrund. Budō sei schwer zu übersetzen. Gleichzeitig sei es aber die passende Bezeichnung für Aikidō und verwandte japanische Bewegungsformen, die weder Kampfsport noch Kampfkunst seien, so sagt er. Es werde oft als der Weg des Kampfes übersetzt, aber das japanische Kanji-Schriftzeichen „bu“ bedeute sinngemäß: „Das Schwert anhalten, die Gewalt beenden.**

Hier zeigt sich auch die grundlegende Parallele zu seiner Online-Persona, deren weitere Genese und Metamorphose sich aus beiden Welten bedient. Eine Figur aus dem Videospiel „Ghost of Tsushima“ inspirierte ihn. Ein Rōnin. Auf das Spiel hatte ihn sein Sohn aufmerksam gemacht. Zu Beginn des Ukrainekrieges lernten Sohn und Vater gemeinsam auch die Bewegung Anonymous kennen, die aktuell, aufgrund der Cyberangriffe gegen russische Ziele im Krieg gegen die Ukraine, wieder in den Schlagzeilen steht. Davon abgeleitet, nennt er sich Anon. Zusammengenommen: der anonyme Wellenmann. Digitale und analoge Identität treffen hier wie Wellen aufeinander.

Ein Screenshot vom Twitterprofil von Anon Rōnin. Passend zum Begriff „Wellenmann“ formulierte dieser auch sein Motto, das sich frei übersetzen lässt als: „Das Schicksal flüstert dem Rōnin: »Du kannst der Welle nicht standhalten.« Der Rōnin flüstert zurück: »Ich bin: die Wellen. Wir sind das Meer«“.
Ein Screenshot vom Twitterprofil von Anon Rōnin. Passend zum Begriff „Wellenmann“ formulierte dieser auch sein Motto, das sich frei übersetzen lässt als: „Das Schicksal flüstert dem Rōnin: »Du kannst der Welle nicht standhalten.« Der Rōnin flüstert zurück: »Ich bin: die Wellen. Wir sind das Meer«“.

Ein Rōnin. Wörtlich übersetzt aus dem Japanischen: „Wellenmann“. Eine ursprüngliche Bezeichnung für herrenlose Samurais. Im literarischen Sinn: „Umherwandernde Person“. Die Figur begreift er als „sein Forschungsobjekt“, der er neben der Freude an deren Eigenleben als Störenfried zugleich aber auch eine große Ernsthaftigkeit beimisst. Letzteres, aufgrund der autobiographischen Aspekte, die er seinem Charakter geliehen hat.

Für den in der westlichen und streng analytischen Tradition geschulten Philosophen, ist die östliche Herkunft der Selbstbezeichnung als Rōnin in diesem Sinne auch keine gewaltsame kulturelle Aneignung. Er versteht es als respektvolles Spiel mit der eigenen Identität. Das zeigt sich auch an seiner Zuneigung zu einem Spruch des antiken chinesischen Philosophen Laozi. „Jo yoku go o seisu“. In etwa: „Weichheit unterwirft Starrheit, Gewalt unterliegt Güte.“ Ein Spruch, der aus Anon Rōnins eigenen Erfahrungen im Budō eine wichtige Rolle einnehme.

Dahinter verbirgt sich auch ein Teil seiner Grundhaltung, die ihm Handlungsmaxime ist. Anon Rōnin geht es um Aufklärung und Demaskierung. Er möchte, so sagt er, sein „Gegenüber spiegeln.“ Er zitiert den Künstler Bruce Nauman: „In Japan gibt es die Geschichte vom perfekten Künstler. Der perfekte Künstler trägt vor seinem Gesicht eine Maske aus Spiegeln, in denen jeder Betrachter sich wieder erkennen kann.“

Mit der Verletzlichkeit der eigenen Identität – geschützt durch sein Pseudonym – versucht er der unflexiblen Härte von Querdenken etwas entgegenzusetzen. „Die Aggression ins Leere laufen lassen und gegen den Angreifer wenden“, so nennt er es.

Identität als Werkzeug für kulturellen Wandel
Zwischen Kultur und Identität zu trennen, ist unmöglich. Beide bedingen einander (Abbildung: Pixabay.org | bearbeitet von Gunnar Hamann, Ostprog.de)
Zwischen Kultur und Identität zu trennen, ist unmöglich. Beide bedingen einander. (Abbildungen: Pixabay.com | Bearbeitung/Montage: Gunnar Hamann, Ostprog.de)

Anon Rōnins Identität scheint eng verknüpft mit seiner Familiengeschichte. Sein Großvater war im deutschen Exil Herausgeber einer Widerstandszeitung gegen das Regime des damaligen rumänischen Diktators Nicolae Ceaușescu. Diese Kultur des Widerstands habe ihn geprägt, ebenso wie seine eigene zeitweise Staatenlosigkeit, aufgrund der Flucht seiner Familie aus Rumänien.

Die einzige Form des Nationalstolzes, die er kenne, seien diese fünf Jahre der Staatenlosigkeit gewesen. Und vielleicht noch, ein geborener Münchner zu sein, fügt er launisch hinzu. Ihm gefalle der bayerische Eigensinn, besonders der in Aikidō-Kreisen „halb scherzhaft, doch im Kern durchaus ernsthaft verstanden fast schon japanisch anmutende Ausspruch: »Schau‘ ma mal«“. Alles möglichst mit Gleichmut geschehen lassen. Außer es kommt einem jemand blöd, dann krache es eben gewaltig, sagt er. Auch im bayerischen Paradies.

Er sieht sich in erster Linie als Weltbürger, nicht als Staatsbürger. Auch darin liegt ein Gegensatz und Projektionsfläche zur tendenziell eher nationalistischen Prägung von Querdenken. Aus den Erzählungen und Engagement seines Großvaters weiß er, wie sich das Leben in einer echten Diktatur anfühlen muss.

Den derzeitigen pervertierten Freiheitsbegriff der FDP, bezeichnet er als mögliche Vorstufe zur Lesart von Querdenken. Dieser sei belegbar in hochproblematischer Weise an die Wählerschaft der AfD adressiert, unabhängig von Beteuerungen einzelner Abgeordneter der Partei, die sich öffentlich von Querdenken distanzierten. „Wer behauptet, Masken würden unsere Freiheit einschränken, hat vergessen unsere Freiheit in Deutschland zu schätzen.“ Dabei zieht Anon Rōnin direkte Parallelen zum Krieg in der Ukraine: „Die Menschen in der Ukraine kämpfen um die Freiheit ihres Landes und wir schaffen es nicht einmal eine Impfpflicht im Bundestag umzusetzen und begründen das mit angeblichen Grundrechtseinschränkungen.

Anon Rōnin fühlt sich nicht ohne Grund zur Anonymous Bewegung hingezogen. Diese würde seiner Vorstellung vom gewaltfreien Widerstand entsprechen. Überhaupt vermisse er in der Pandemie solche Aktionsformen der wehrhaften Demokratie, die nicht durch Masken, sondern Querdenken und Rechtsradikalismus bedroht sei.

In der Anonymität der Bewegung reflektiert sich Anon Rōnins Selbstbild und Umgang mit Identität aber nur teilweise. Während Identität bei Anonymous eher als hinderlich angesehen wird, nutzt Anon Rōnin dieses Spiel mit der eigenen Identität zur Auseinandersetzung mit seinem Umfeld, um vom Reflektieren zum Handeln zu gelangen.

Identität ist für Anonymous hinderlich, um einen kulturellen Wandel herbeizuführen. Für Anon Rōnin ist sie essentiell als nicht-statische, sich immer im Wandel befindliches Attribut, das ihm als Individuum Wahrhaftigkeit verschafft. Aber auch Verantwortung.

Chancen und Bürden der Verantwortung
Die vielbeschworene Eigenverantwortung der FDP endet nicht bei der politischen Verantwortung, so sagt er. Die Verfassungsbeschwerde richte sich explizit insbesondere auch gegen die Coronapolitik der Partei (Grafik: Pixabay.com | Bearbeitung: Gunnar Hamann, Ostprog.de)
Die vielbeschworene Eigenverantwortung der FDP ende nicht bei der politischen Verantwortung der Partei, so Anon Rōnin. Die Verfassungsbeschwerde richte sich explizit insbesondere auch gegen die Coronapolitik der Partei (Grafik: Pixabay.com | Bearbeitung/Montage: Gunnar Hamann, Ostprog.de)

Die Suche nach der eigenen Identität ist ein Prozess, der eng mit der Suche nach dem Platz in der Gesellschaft verbunden ist. Dabei spielt die kollektive Identität von Gruppen als Wegweiser eine wichtige Rolle.

Dieser Prozess der Bildung einer Identität, ist laut der Theorie der sozialen Identität stark verknüpft damit, ob eine Gruppe einen Beitrag für eine positive Selbsteinschätzung eines Menschen bietet. Wird die soziale Identität der eigenen Gruppe im Vergleich als negativ begriffen, gibt es zwei Möglichkeiten damit umzugehen: Die Gruppe verlassen oder diese aufwerten.

Für letzteres beschreibt die Theorie zwei grundsätzliche Verhaltensweisen von Gruppen aus empirischen Beobachtungen: sozialer Konflikt oder soziale Kreativität. Ein sozialer Konflikt ist die direkte Auseinandersetzung mit dem Selbstbild der externen Gruppe. In der Praxis zeigt sich dies etwa an Aussagen wie: „Querdenker sind dumm“, die einer Abwertung des Selbstbilds der fremden Gruppe dienen sollen.

Soziale Kreativität bedeutet eine positive Umdeutung, der eigenen Gruppe. So geschehen beispielsweise beim MDR Sachsen-Anhalt. Ende vergangenen Jahres, stellte man dort die Anzahl der Impfungen der Höhe der Teilnehmer:innen an Demonstrationen von Querdenken gegenüber. In der Praxis beobachten wir derzeit jedoch einen zugespitzten sozialen Konflikt zwischen Querdenken und anderen Gruppen. Angeheizt von Entscheidungen auf der politischen Ebene.

Anon Rōnin plädiert hingegen für mehr soziale Kreativität. Diese entspricht auch eher seinem Selbstverständnis, den „Angreifer ins Leere laufen“ zu lassen. Maskiert, diejenigen demaskieren, die eigentlich keine Masken mögen.

Noch hat Anon Rōnin kein Interesse an seiner Demaskierung. Wer die Bühne der Öffentlichkeit betritt, experimentiert unmittelbarer mit der Wirklichkeit. Das bringt mehr Verantwortung, aber auch größere Chancen, gehört zu werden.

„Ideen sind kugelsicher“ (Zitat aus dem Film „V wie Vendetta“)

Hierin liegt erneut eine erstaunliche Parallele zu Anonymous. Mitglieder des Kollektivs verwenden zur Anonymisierung für Ansprachen und Abbildungen häufig Masken von Guy Fawkes aus dem Film V wie Vendetta. Eine Schlüsselszene der Comicverfilmung um den Widerstandskämpfer „V“, zeigt die Demaskierung der breiten Öffentlichkeit, die sich am Ende der Revolution vor dem britischen Parlament offenbart und dem Widerstand anschließt.

Dass die Gesellschaft sich metaphorisch in Bezug auf Corona noch demaskieren wird, dafür kämpft auch Anon Rōnin. Im Gegensatz zur Filmhandlung, braucht es dafür aber mehr, als nur eine Person, so sagt er. Und vor allen Dingen, so Anon Rōnin weiter: Mut und soziale Kreativität.

* Titelbild mit Graphiken sowie weitere Abbildungen im Beitrag von Pixabay.com. Jeweils bearbeitet und mit Montage von Gunnar Hamann, Ostprog.de. Autobiographische Bezüge des Verfassers im Beitrag, sind kein Zufall, sondern vielmehr Chiffre.

** Beide Absätze zu Budō/Aikidō am 15. Mai nachträglich hinzugefügt. Diese waren im ursprünglichen Entwurf enthalten, wurden aber versehentlich bei der Veröffentlichung übersehen.

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1 Comment

Initiative Familien – Mit Meinung gegen den Expertenrat - OSTPROG · 30. Juni 2022 at 7:17

[…] Maßnahmen? Bis zum Herbst gibt es aufgrund des laufenden Infektionsschutzgesetzes vorerst sowieso keinerlei neue Maßnahmen. Mir scheint, man bemüht den logischen Fehlschluss vom […]

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