Der naive Liberalismus des Tom Bohn: Tatort Querdenken

Der naive Liberalismus des Tom Bohn: Tatort Querdenken

"Nehmen Sie es ernst, denn es ist ernst"

Die Berliner Versammlungsbehörde beschloss für den Samstag das Verbot einer Demonstration von Querdenken in Berlin. Unter dem Motto #friedlichzusammen hatten Akteure der Initiative „Laut für Familien“ zur Versammlung aufgerufen, sprachen sich jedoch im Zuge des Versammlungsverbots im Interview mit der Berliner Zeitung dafür aus, nicht zum Brandenburger Tor zu gehen. Der Tatort-Regisseur und FDP-Stadtrat von Landsberg am Lech – Tom Bohn – rief auf Twitter hingegen indirekt dazu auf, sich am Ort der verbotenen Demonstration einzufinden. Ein Blick auf Tom Bohn, einen für Teile der FDP symptomatisch-naiven Freiheitsbegriff, ein daraus resultierendes bundeslandübergreifendes Problem der FDP im Umgang mit Querdenken sowie die Initiative „Laut für Familien“.

Miriam Stein ist keine Unbekannte. Die Schauspielerin war an der Aktion #allesdichtmachen beteiligt. Gemeinsam mit weiteren Akteur:innen, darunter Nele Flüchter (Laut Für Familien), rief sie zur Teilnahme an der Berliner Demonstration auf. Tom Bohn (FDP) – Film-Regisseur und zuvor selbst bei #allesdichtmachen involviert – fühlte sich im Zuge der Kritik an die Ära des McCarthyismus erinnert. Dabei hatten Recherchen des Tagesspiegel in den Tagen vor Bohns Kommentar eindeutig ergeben, dass es Kontakte von einigen Schlüsselpersonen in die Querdenkenszene gab. Einige Wochen später untermauerte ein gemeinsamer Beitrag von Tagesspiegel und dem Recherchenetzwerk Antischwurbler noch einmal diese Annahmen.***

Dass Bohn sich weiterhin als Opfer der Pandemie und kritischer Berichterstattung sieht, zeigte er am 15. Dezember erneut. Während meiner Recherchen zu einer lokalen Querdenkergruppierung stieß ich auf einen in der Bewegung geteilten Tweet. Da mich interessierte, ob ich eine Verbindung zur Person herstellen könnte, die den Tweet geteilt hat sowie der Gruppierung, überprüfte ich die Interaktionen. Dabei fiel mir auf, dass der Hamburger FDP-Politiker Gert Wöllmann den Tweet geliket hat. Wöllmann war bei mir bereits zuvor Thema, weil er im Bundestagswahlkampf eine Studie von DIW-ECON als „Propaganda“ bezeichnete. Ich sprach Wöllmann auf Twitter dazu an:

Wöllmann antwortete, dass sich der Tweet mit dem er interagiert habe, auf die AfD bezogen habe. Tom Bohn sprang ihm zur Seite und schrieb in einem mittlerweile gelöschten Tweet: „Und hier ein erneuter Beweis für die Rückkehr des braven deutschen #Blockwart-s [sic!]“. Darauf angesprochen, dass es paradox sei, „Blockwärtertum“ vorzuwerfen aber gleichzeitig seinen recht großen Account zu nutzen, um mich anzugreifen, reagierte Bohn mit der Angabe, er habe mir den Spiegel vorhalten wollen.

Drohung oder Rat?

Kurz darauf schrieb er mir eine Privatnachricht auf Twitter: „Ausgangstweet von mir wurde gelöscht. Herr Wöllmann ist ein sehr angesehner [sic!] Liberaler. Sie sind mir nicht unsympathisch, Herr Hamann, aber ich denke mal, Sie sollten in Zukunft genauer überlegen, wem Sie womit bei Twitter an den Karren fahren. Beste Grüsse [sic!] und noch einen schönen Abend: Tom Bohn.“ Auf meine Frage, ob es sich bei dieser Nachricht um eine Drohung handele, antwortete er: „Nein, ein Rat.“ Der Rest spielte sich folgendermaßen ab:

Ob es formaljuristisch eine waschechte Drohung ist, kann ich nicht einschätzen. Ich persönlich werte es mindestens jedoch als den Versuch einer Einschüchterung. Nachdem sich Tom Bohn auf meine Nachfragen via Privatnachricht nicht äußerte, entschloss ich schließlich heute das Gespräch zu veröffentlichen, da ich ein öffentliches Interesse darin sehe.

Zugleich stellte ich mit Verwunderung fest, dass Bohn auf Twitter indirekt zur Teilnahme an einer untersagten Querdenkerdemonstration am Brandenburger Tor in Berlin aufrief. Am Tag zuvor schrieb er ominös: „Vermutlich werden wir demnächst alle auf die Strasse [sic!] müssen. Ich rate schon heute DRINGEND dazu, dabei #gewaltfrei zu bleiben. #Demonstration“. Im Kontext der mir bekannten Querdenker-Demonstrationen und Interaktionen auf Telegram eine nicht unbekannte Forderung. Auf der Straße skandiert man „Wir sind friedlich“, woraus sich aber – auch im Hinblick auf die realen Gewaltpotentiale der Bewegung – die Frage ableitet: Wieso muss man eine eigentliche Selbstverständlichkeit so hervorheben?

Bohn selbst nahm wohl anscheinend nicht an der illegalen Demonstration in Berlin teil. Auf Twitter bedankte sich Tom Bohn am Samstag für die Berichterstattung des NDR, da dieser in einem Bericht zur Querdenker-Demonstration in Hamburg die Wörter „Querdenker“, „Nazis“ und „Reichsbürger“ nicht verwenden. Hier zwei Eindrücke davon, wie es vor Ort aussah:

Für weitere Eindrücke kann ich diesen Twitter-Thread des Journalisten Benjamin Stibi empfehlen oder ein Stöbern im Hashtag #HH1812.

Bohns Beziehung zu Querdenken und Akteur:innen aus dem Umfeld der Kindertruppe

Einer der größten Accounts der radikalen Querdenken-Gruppierung Heiner Ultras erwähnte Tom Bohn im August 2020 auf Twitter. Die Person, von der ich für meine Netzwerkanalyse zur Kindertruppe eine Morddrohung erhielt, ist mit diesem Account verknüpft. Im Dezember 2020 schrieb Bohn auf Twitter: „Immer mehr Menschen aus meinem Bekannten- und Freundeskreis beginnen sich ernsthaft für #Querdenken zu interessieren (…) Das wird noch spannend“. Darunter kommentierte der besagte Heiner Ultra, dessen Tweet Tom Bohn zum damaligen Zeitpunkt gefällt. Ebenfalls geschehen im März 2021 sowie April dieses Jahres.

Die Interaktion zwischen dem Heiner Ultra und Bohn war nicht ohne Konflikte, wie man etwa im Mai 2021 sehen kann. Anscheinend hatte Bohn dem Account vorgeworfen, sich zu radikalisieren. Darauf lässt zumindest der Kontext schließen. Unabhängig davon tauchen unter Tweets von Bohn regelmäßig andere Accounts der Heiner Ultras auf. Zuletzt am Samstag. Interaktionen zwischen Bohn und solchen Nutzer:innen scheinen nach meiner groben Recherche im Mai diesen Jahres aufgehört zu haben.

Auf Twitter ist Bohn jedoch weiter mit einem Account der Heiner Ultras vernetzt, der sich selbst als FDP-Mitglied bezeichnet und seine Zugehörigkeit zur Szene im Profil völlig klar zeigt. Mit diesem interagierte er zuletzt direkt am 6. Dezember und liket einen seiner Tweets.

Bohn unterstützt nun zudem ganz offen die eindeutig von rechten Extremisten der Querdenkerszene geführten Demonstrationen. Die Orte, an denen die Heiner Ultras marschieren. Selbst wenn diese von der Versammlungsbehörde untersagt werden. Heiner Ultras. Eine Gruppierung, die bekannt für Hetze gegen SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach ist und an entsprechenden Demonstrationen von Querdenken teilnimmt.**** Aus aus dem Twitter-Umfeld der Bewegung erhielt ich bereits eine Morddrohung.

Der Regisseur ist mit vielen Accounts vernetzt, die mir im Rahmen meiner vorherigen Recherchen zur Kindertruppe aufgefallen sind. Darunter Friedrich Pürner, Anna Schneider (WELT), Tim Röhn (WELT), Kristina Schröder, Mic de Vries (FDP Köln?), Franziska Briest, Marvin Wank, Andreas Rosenfelder (WELT), Argo Nerd, Rechtsanwalt Niko Härting – der ebenfalls den Nachfolger von #allesdichtmachen namens #allesaufdentisch unterstützt, deren Videos auch auf Seiten von Querdenken geteilt werden – sowie Virologe Hendrik Streeck.

Das Profilbild eines Accounts, dem Tom Bohn folgt und mit dem er interagiert. Ein beliebtes Symbol bei Querdenken, insbesondere den Heiner Ultras, die bereits durch Hetze gegen Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) aufgefallen sind und an Demonstrationen von Querdenken teilnehmen.****

Auch einem Account mit dem Namen „Dr. med. Klaus Great von Reset“ folgt Bohn. Eine offensichtliche „dog whistle“ für eine in antisemitischen Querdenkerkreisen beliebte Verschwörungstheorie. Der Account verwendet zudem das Bild von Klaus Schwab, der angeblich Teil der Verschwörung sein soll.

An dieser Stelle eine Bemerkung: Tom Bohn hat fast 19.000 Accounts, die ihm auf Twitter folgen. Er folgt jedoch lediglich 196 Accounts. Darunter Accounts, die klar Querdenker:innen zuzuordnen sind und Personen aus dem Spektrum der Kindertruppe. Ebenfalls darunter: Martin Hagen (MdL, FDP Bayern). Bohn schlug Martin Hagen auf Twitter am 15. Dezember sogar als Teil einer Doppelspitze für einen möglichen neuen Parteivorsitz in der Bundes-FDP vor.

Martin Hagen und die bayerische FDP kooperieren offen mit der Initiative Familien, die – wie ich zeigen konnte – ebenfalls wiederum offen mit Querdenken kooperiert. Trotz mehrfacher Hinweise meinerseits bei Martin Hagen und seiner Parteikollegin Julika Sandt sowie der FDP Bayern, plant man gemeinsam mit der Initiative in wenigen Wochen eine gemeinsame Veranstaltung. Dabei soll auch die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, teilnehmen.

Ob der VdK der Veranstaltung trotz der Umstände beiwohnen wird, konnte ich bislang noch nicht in Erfahrung bringen, erscheint mir jedoch mehr als fraglich.

Initiative Familie, Laut für Familien, Lobbyisten für Kinder

Die Initiative Familien war nicht komplett unbeteiligt beim Verbreiten des Aufrufs von #friedlichzusammen. Milan Renner (Initiative Familien Berlin), retweetete den Aufruf, der von einem Mitglied der Kindertruppe auf Twitter geteilt wurde. Laut für Familien (LFF) ist zu Beginn des Jahres aus der Initiative Familien hervorgegangen. Trotz der Spaltung beweisen gemeinsame Demonstrationsteilnahmen und Interaktionen in den sozialen Netzwerken, dass beide Initiativen kooperationsfähig geblieben sind. Darauf weist die Journalistin Annette Bulut hin, ebenso wie auf den Fakt, dass beide Initiative mit Akteur:innen von #allesaufdentisch interagieren. Gemeinsam sind die Initiativen auch vernetzt mit der Initiative Kinder brauchen Schulen.

Laut für Familien hat in Nordrein-Westfalen eine eigene Partei mit dem Namen Lobbyisten für Kinder gegründet. Ende November veranstaltete die Partei ihren ersten Landesparteitag. Eines der Ergebnisse: Zur Landtagswahl 2022 treten Nele Flüchter und Nicole Reese als Direktkandidatinnen in zwei Wahlkreisen an. Einer der gewählten Hashtags: #kidsfreedomday. Ein Slogan, mit dem die Initiative Familien sowie Laut Für Familien bereits im Oktober in Stuttgart auf die Straße gegangen sind, gemeinsam mit einer Querdenken-Gruppierung.

Die Initiative Familien distanzierte sich nach über einem Monat und warb öffentlich um Entschuldigung, verschwieg jedoch ein wichtiges Detail meiner Berichterstattung, wie ich in einem Kommentar hier bereits dargelegt hatte. Laut Für Familien äußerte sich zu dieser Demonstration und den Umständen nach meinem Wissen nicht. Auf Instagram folgen die „Lobbyisten“ weiterhin dem Vorläufer des ElternNetzwerks, namens Eltern stehen auf.

Die Lobbyisten für Kinder haben mittlerweile zwei weitere Landesverbände in Bayern und Berlin gegründet. Laut Instagram ist ein weiterer für Baden-Württemberg in Vorbereitung.

Auf der Internetseite der LFF wird eine fremde Petition beworben. Einer der Links führt auf ein Video des YouTube-Kanals ViaVetoTV. Dieser enthält eindeutig verschwörungstheoretische Inhalte. Darunter ein Video mit dem Titel „Datierung der Apokalypse.“ Einige der Videos beschäftigten sich „kritisch“ mit Impfungen gegen Polio und Tetanus. Das Video „Vom Unsinn des Impfens“ ist bereits vor der Pandemie auf dem Kanal eingestellt worden. Ein anderes Video behauptet, dass die Mondlandung nur vorgetäuscht wurde.

Meine Netzwerkanalyse zur Kindertruppe hatte ergeben, dass es eine starke Vernetzung zwischen Kindertruppe und der Partei Lobbyisten für Kinder auf Twitter gibt. Diese sind wiederum mit Accounts von Querdenken vernetzt:

Fazit und Kommentar: Es gibt keine Freiheit ohne Konsequenzen

Einige namhafte und gut vernetzte Mitglieder der FDP aus verschiedensten Bundesländern sowie der Bundes-FDP – genannt sei hier Wolfgang Kubicki (MdB, FDP) – gehen hier klar eine Allianz mit Querdenken ein. Tom Bohn macht das mittlerweile sehr offen. Das ist gefährlich, denn trotz der Beschönigungen handelt es sich bei Querdenken nicht um eine „Spaltung der Gesellschaft“, sondern eine von Antisemiten und Rechtsextremen ins Leben gerufene Bewegung. Umso erstaunlicher, dass Tom Bohn sich auf Twitter immer wieder von Antisemitismus abgrenzt. Würde er dies auch ernst meinen, sollte er vielleicht mehr auf das hören, was die jüdische Gemeinde zu diesem Thema zu sagen hat.

Die Medienlandschaft muss sich dieser Tatsache stellen und konkret werden. Auch bei Mitgliedern von demokratischen Parteien ist eine zunehmende Toleranz für extreme Aussagen und Bewegungen zu beobachten. Es braucht eine klare Haltung. Die Ausstrahlung der Aussagen der Kabarettistin Lisa Fitz im SWR zeigen, dass es auch in Teilen des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks eine zu starke Toleranz für Wissenschaftsleugnung gibt. Dies zu benennen hat nichts mit McCarthyismus zu tun, sondern ist fester Teil des Bildungsauftrags der Medien.

Dazu gehört auch, dass Medien sich kritischer und genauer mit den Hintergründen der vielen Initiativen beschäftigen, die während der Pandemie aus dem Boden geschossen sind. Einige Redaktionen leisten hier bereits gute Arbeit, aber mehr Sensibilisierung ist dringend notwendig. Nicht nur im Hinblick auf das Prinzip der falschen Ausgewogenheit, sondern auch um der Aufgabe eines „watch dogs“ effektiv nachzukommen.

Dazu gehört auch, dass politische Kommentator:innen und Journalist:innen der Wahrheit ins Auge blicken. Auch einstige Demokrat:innen können sich extremisieren. Im Sinne unserer ehemaligen Bundeskanzlerin verbleibe ich mit: „Nehmen Sie es ernst, denn es ist ernst.

* Titelbild: Foto von Tom Bohn von Nutzer „Reimwerker“ auf Wikipedia. Lizensiert unter: CC by CC BY-SA 4.0. Bearbeitet von Gunnar Hamann, Ostprog.de und ebenfalls lizensiert unter CC by CC BY-SA 4.0. Hinzugefügt: Totenkopfsymbol der Querdenkenszene sowie Hintergrund. Brandenburger Tor via Pixabay.

** Korrektur vom 20. Dezember: Im Beitrag stand zuvor an zwei Stellen, dass die Querdenken-Bewegung von Rechtsextremen unterwandert sei. Nach einem Hinweis auf die Entstehungsgeschichte von Querdenken und die Hintergründe zum Gründer Michael Ballweg habe ich diese Stellen sprachlich angepasst. Ballweg ist dem Umfeld der Reichsbürger zuzuordnen und hatte zur ersten großen Demonstration den Antisemiten und Verschwörungstheoretikers Ken Jebsen eingeladen, wie die taz berichtete. Ein Tweet von Ballweg wurde in Deutschland aufgrund von Antisemitismus gesperrt.

*** Korrektur vom 20. Dezember: Im Artikel stand, dass es Recherchen von Süddeutscher Zeitung und dem Recherchenetzwerk Antischwurbler gewesen seien, die die Verbindungen zwischen #allesdichtmachen und der Querdenkenszene enthüllt hätten. Die Recherche ging jedoch vom genannten Recherchenetzwerk und dem Tagesspiegel aus. Den Sachverhalt habe ich im Artikel korrigiert.

**** Korrektur vom 30. Juli 2022: Ursprünglich war die Rede von Morddrohungen durch Mitglieder der Heiner Ultras. Der entsprechende Artikel auf den ich mich hier beziehe ist jedoch zweideutig im Bezug darauf.

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3 Comments

LEK NRW - #LauterFürFamilien - OSTPROG · 13. Februar 2022 at 10:26

[…] Mitinitiatorin von KinderBrauchenSchule. Die Initiative ist laut eigener Darstellung vernetzt mit LautFürFamilien sowie der Initiative Familien, über deren Verbindungen und Interaktionen mit Querdenken ich hier […]

#UnmaskNeleFlüchter - OSTPROG · 17. Februar 2022 at 12:09

[…] einer Recherche entdeckte ich zufällig den anonymen Twitteraccount von Nele Flüchter. Sie ist Mitinitiatorin von LautFürFamilien, FriedlichZusammen sowie Mitglied der Partei LobbyistenFürKinder. Ein Beitrag […]

#UnmaskNicoleReese? - OSTPROG · 1. April 2022 at 9:56

[…] immer wieder herausstach: Bernhard Zimniok. Der EU-Abgeordnete war bereits im Zusammenhang mit meinen Recherchen zu Tom Bohn aufgefallen und erschien kurz nach der Erwähnung meines Accounts durch Bohn in meiner Timeline. […]

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