Zwei Studierende der Universität Kassel im Gespräch über die städteplanerische Klimazukunft der Stadt Halle (Saale). (Foto/Bearbeitung: Gunnar Hamann, Ostprog.de | Hintergrundbild: Pixabay.com)

Klimatopia Halle: Neue Impulse für die Entwicklung der Händelstadt

„Wie geht eine Stadt mit dem Klimawandel um, der längst Realität ist?“ Mit dieser Frage beschäftigen sich Studierende der Universität Kassel, gemeinsam mit Beteiligten der Universidad Central de Las Villas aus Kuba. Dafür kamen sie unter Leitung von Harald Kegler (Institut für urbane Entwicklungen der Universität Kassel) in die Saalestadt, um gemeinsam mit Bevölkerung, Verwaltung und Zivilgesellschaft sowie ihrer eigenen Expertise, einen Plan zu entwickeln.

Titelbild: Foto von Franziska Müller-Rech via Wikipedia-Nutzerin Fmr1607. Lizensiert unter CC BY-SA 4.0, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/. Fotomontage von Gunnar Hamann, Ostprog.de. Bild der Polizistin mit Smartphone, via Pixabay. Logo der FDP via FDP.de. Foto von Sava Stomporowski (privat).

Politische Tonpolizei NRW

Die Beisitzerin eines Landeselternverbands in Nordrhein-Westfalen wird im Januar dieses Jahres ausgeschlossen. Vorangegangen war politischer Gegenwind, für private Äußerungen, die sie auf Twitter getätigt hatte. Was hat die bildungspolitischen Sprecherinnen von CDU und FDP dazu veranlasst, den Verband unter Druck zu setzen? Welche Rolle hatte dabei der Vorsitz des Vereins, der – so macht es derzeit den Anschein – persönliche Kontakte zu einer der Politikerinnen hatte? Und: Wieso sprechen Politikerinnen der genannten politischen Parteien eigentlich mit Unterstützerinnen radikaler Querdenkengruppierungen, sanktionieren aber in diesem Fall die freie Meinungsäußerung? Ein Beitrag mit abschließendem Kommentar zu einer demokratisch fragwürdigen Grenzverschiebung der politischen Kultur.

Titelbild: Aluhut von Wikipedia-Nutzer:in Rory112233, hier abrufbar. Lizensiert unter CC BY-SA 4.0, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/. Bearbeitet von Gunnar Hamann, Ostprog.de. Logo der Initiative Familien, https://www.initiativefamilien.de/.

Initiative Familien trifft Goldener Aluhut

Die Initiative Familien hat an einem Webinar des Goldenen Aluhuts teilgenommen, nachdem diese zuvor in der öffentlichen Wahrnehmung immer wieder durch Interaktionen, Positionen und Aussagen eines ehemaligen Mitglieds in die Nähe von Querdenken gerückt war. Eine Auswertung der Workshopinhalte bestätigt nun meinen Verdacht: Gelernt hat die Initiative Familien trotz der Hilfestellung nichts.

Politische Nebelkerze: Schulen sind keine kritische Infrastruktur

„Schulen“, so paraphrasiert die ZEIT am 2. Januar Hans-Peter Meidinger vom Deutschen Lehrerverband, sollten „ebenso wie Krankenhäuser, Polizei, Feuerwehr und Altenheime zur kritischen Infrastruktur zählen.“ Im Beitrag der Zeit geht es verwirrend zu. Erst heißt es korrekterweise, dass Schulen „nicht zu kritischen Infrastruktur“ gehören, aber wenige Absätze später erfolgt folgende Überleitung: „Und noch ein Bereich der kritischen Infrastruktur ist massiv betroffen: die Krankenhäuser.“

Bild von Klaus Stöhr (Quelle: ZDF). Foto von Jonas Schmidt-Chanasit von Wikipedia-Nutzer „FirstHarvest“, lizensiert unter CC BY-SA 4.0 und modifiziert von Gunnar Hamann (Ostprog.de).

Nah am Querdenken?

Am 9. Januar veröffentlichte die „Initiative Familien“ erneut einen offenen Brief mit dem Titel: „Quarantäneregeln dürfen nicht zu Schulschließungen durch die Hintertür führen“. Mitglieder der Initiative haben nachweislich mit Querdenker:innen kooperiert und interagieren mit diesen offen auf der Plattform Twitter, wie verschiedene Recherchen von mir belegen. Dennoch unterstützen Fachverbände und bekannte Virologen den jüngsten Brief des Vereins. Ein Beitrag mit Kommentar zum „großen Schweigen“ von Verbänden, Virologen und Medien.

FDP Bayern bietet Plattform für querdenkernahe Initiative

Am heutigen 11. Januar fand eine Onlineveranstaltung der bayerischen FDP auf YouTube statt. Bei dem Gespräch unter dem Motto „Starke Kämpferinnen in der Pandemie“ findet sich als Teilnehmerin auch Sabine Kohwanger von der querdenkernahen „Initiative Familien“, deren Mitglieder auf der Plattform Twitter zum Teil weiterhin mit Querdenker:innen interagieren. Ein Beitrag mit abschließendem Kommentar zur Einladung der Initiative und der Position der bayerischen FDP sowie des Sozialverbands VdK dazu.

Der naive Liberalismus des Tom Bohn: Tatort Querdenken

Der naive Liberalismus des Tom Bohn: Tatort Querdenken

Die Berliner Versammlungsbehörde beschloss für den Samstag das Verbot einer Demonstration von Querdenken in Berlin. Unter dem Motto #friedlichzusammen hatten Akteure der Initiative „Laut für Familien“ zur Versammlung aufgerufen, sprachen sich jedoch im Zuge des Versammlungsverbots im Interview mit der Berliner Zeitung dafür aus, nicht zum Brandenburger Tor zu gehen. Der Tatort-Regisseur und FDP-Stadtrat von Landsberg am Lech – Tom Bohn – rief auf Twitter hingegen indirekt dazu auf, sich am Ort der verbotenen Demonstration einzufinden. Ein Blick auf Tom Bohn, einen für Teile der FDP symptomatisch-naiven Freiheitsbegriff, ein daraus resultierendes bundeslandübergreifendes Problem der FDP im Umgang mit Querdenken sowie die Initiative „Laut für Familien“.