attacke_hallmarkt_fff_zivilcourage_klimacamp

Attacke auf dem Hallmarkt

Fridays For Future Halle und Klimacamp Ost zeigen Zivilcourage

Am Samstag griff ein alkoholisierter 35 Jahre alter Mann zwei Frauen auf dem Hallmarkt an. Teilnehmer:innen des Klimacamps Ost und von Fridays For Future zeigten Zivilcourage und beschützten die Betroffenen bis zum Eintreffen der Polizei.

Gegen 17:30 Uhr kam es am gestrigen Samstag zu einem Angriff gegen zwei Passantinnen. Laut Aussage von Jonas Venediger (Fridays For Future Bitterfeld) und Simon Groth – Vater einer minderjährigen Teilnehmerin des Klimacamps – waren die beiden jungen Frauen gerade dabei den gegenüberliegenden Supermarkt am Klimacamp zu betreten, als der Vorfall geschah. Laut Angaben der Polizei in Halle (Saale) begann ein 35-jähriger polizeibekannter Mann, die beiden Frauen verbal zu attackieren. Laut übereinstimmenden Angaben verschiedener Teilnehmer:innen habe er den beiden Frauen gedroht: „Ihr werdet sowieso nicht mehr lange leben.“

Der Mann war stark alkoholisiert, berichteten Polizei und Anwesende des Camps. Simon Groth schilderte die Situation folgendermaßen: Beide Frauen standen mit dem Rücken zum Angreifer, als dieser plötzlich beide nacheinander in den Rücken trat. Daraufhin seien diese in den Laden gerannt, um sich in Sicherheit zu bringen. Simon Groth hatte den Tumult zuvor bereits mitbekommen und sich dem Angreifer genähert. Er versuchte diesen verbal abzulenken. Jonas Venediger und Marktangestellte verständigten daraufhin die Polizei. 

Währenddessen entkamen die Mädchen über den Ausgang der Supermarkts und wurden von Teilnehmerinnen des Camps auf dem Hallmarkt in Schutz genommen und mit Decken versorgt. Laut Jonas Venediger, standen die Frauen unter einem leichtem Schock. Der Angreifer habe dies beobachtet und sich in Richtung Camp begeben. Zwischen Camp und Kreuzung wurde er daran gehindert, sich den beiden jungen Frauen zu nähern. Simon Groth stellte sich zwischen Angreifer und dem Camp auf. Die Polizei traf nach ungefähr zehn Minuten am Hallmarkt ein und führte den alkoholisierten Angreifer ab. Ein Rettungswagen traf ebenfalls am Ort des Geschehens ein. Die beiden Frauen wurden, so Simon Groth, von ihren beiden Vätern abgeholt.

Der Mann wurde laut Polizeiangaben in eine psychiatrische Einrichtung gebracht.

Teile die Vision:

Dir gefällt was du liest? Dann unterstütze mich auf Patreon:

0 Comments

Schreiben Sie einen Kommentar

Avatar placeholder

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ampel mit dem Schriftzug "Should I stay or should I go?" In der gelben Ampel ist das Logo der Initiative Familien sichtbar.

Initiative Familien – Mit Meinung gegen den Expertenrat

Der zu Querdenken offene Verein Initiative Familien veröffentlicht ein Positionspapier. Darin wirft man dem Expertenrat unter anderem vor, in einem „Netz von interessengeleiteten Fehlentwicklungen gefangen zu sein“. Über ein Positionspapier ohne Belege und mit nachweislichen Desinformationen, das auf eines hindeutet: Die Initiative Familien scheint mittlerweile in einem Netz von radikallibertär anmutenden Coronamythen gefangen zu sein, das sie selbst mitgesponnen hat. Ein Kommentar.

Fortschreiten »
Foto von Bettina Stark-Watzinger von Bundesregierung/Guido Bergmann. Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung. Weitere Abbildungen via Pixabay.com. Bearbeitung/Montage: Gunnar Hamann, Ostprog.de.

Masken und Spracherwerb: Auf der Suche nach der Evidenz

Bundesbildungs- und Forschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) gab am 25. Juni ein Interview in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Studien – so Stark-Watzinger – besagten, dass Masken einen negativen Effekt auf den Spracherwerb von Grundschulkindern hätten. Viel wichtiger jedoch, was die Ministerin dabei nicht erwähnt. Eine Einordnung mit Kommentar.

Fortschreiten »
Ulrike Guérot, Martin Sprenger and Andre Kerbl. Standbilder aus dem Film "Eine andere Zukunft" (Schutzfilm). Bearbeitung / Montage: Gunnar Hamann, Ostprog.de.

Filmkritik: „Eine andere Zukunft“

Der Dokumentarfilm „Eine andere Zukunft“ versucht sich an einer alternativen Erzählweise der Coronapandemie. Dass die Filmemacher:innen dafür auch nicht vor der Instrumentalisierung von Kindern und Jugendlichen zurückschrecken, ist an Widerwärtigkeit kaum zu überbieten. Eine Filmkritik.

Fortschreiten »